Sicca Syndrom (trockenes Auge)

Eine Verminderung der Produktion an Tränenflüssigkeit wie auch eine fehlerhafte Zusammensetzung des Tränenfilms mit erhöhter Verdunstung der Tränenflüssigkeit können zum Sicca-Syndrom führen – einer Erkrankung der Augenoberfläche. Auslöser sind neben Systemerkrankungen (z. B. Sjögren-Syndrom, chronische Polyarthritis, Kollagenosen) und Hautkrankheiten auch Medikamente oder Umweltfaktoren.

In Verbindung mit verschiedenen Färbemethoden und Tests kann der Augenarzt mit Hilfe der Spaltlampe ein „trockenes Auge“ diagnostizieren. Die Therapie erfolgt – insofern organische Ursachen ausgeschlossen sind – medikamentös durch Gabe von Tränenersatzstoffen. In schweren Fällen können außerdem eine Brille mit Seitenschutz (zur Verminderung der Verdunstung) oder ein Uhrglasverband zur Nacht angewendet werden. Gegebenenfalls kann auch ein chirurgischer Eingriff, z.B. ein Verschluss der Tränenpünktchen notwendig sein.